Fischerspruch

Fischerspruch 2017

von Oberfischer Jürgen Kolb

Willkomma en d´nuia Zeit,
wo´s koin OBe meh Ivo geit,
trotzdem ändert sich it viel.
Bloß weil jetzt Ehrabürgr bisch,
hosch en deim Bära längscht koin Fisch,
Kenig wära bleibt des Ziel.

Au sonscht duat manchr brave Ma,
im dieafa Schlauf scho Schprichla sa,
huldvoll en Szene setza.
Draumat ruig weitr vo dem Fang,
no etle Gfriesa werad lang,
bloß oinr derf heit schwätza.

Wär´s ganga wiea haut jedr denkt,
hät i heit meine Schprichla glenkt,
auf d´Markus Kennerknecht.
Den mir em Herbscht ons auserwählt,
zom richta alls was eis no fehlt,
als OBe würdig ond reacht.

Dass so viel andeschd komma isch,
koi Ma ond Vatr hockt am Disch,
den Schmearz ka neamad meassa.
War onsr Traur doch scho groß,
füar sei Familie bodaloß,
mir wend ui it vrgeassa.

En sette Zeita wo alls leer,
kommt manchmoal au a Liacht drher,
weil´s futt gau muaß it kneischdat.
En onsr Schdadt diea erschte Frau,
Marg´reta Böckh haut´s kracha lau,
en Wort ond Tat viel gleischdat.

Guat eis gfüahrt en wehe Schtunda,
d´Leit send zfrieda unomwonda,
hät ma´s kenna laufa lau.....
Oi rollad a anders Fässle,
ganz gschwend durch ihr oigas Gässle,
muass it emmr alls vrschtau.

Dann haut´s bressiert fascht übr Nacht,
schnell nuie Kandidata gmacht,
ond d´Wahlkampf gsetzt en Gang.
Bei bloß zwoi Mannsleit diea zur Wahl,
d´Entscheidung koscht koi große Qual,
s´haut zom Glück it daurat lang.

D´nui OBe wiea jedr woiß,
isch a Fischr – oinr vo eis,
Memmingr mit Hoar ond Haut.
Beim TV ond d´IHK,
haut er jetzt gar nix meh zom sa,
s´Rauthaus isch em avrtraut.

Ond dass em Schtädtle All gaut guat,
bei koize Frauga au viel Muat,
des dädat mir erhoffa.
Bis jetzt ka ma nix Schleachtes sa,
i denk mir hand d´reachte Ma,
diea richtig Wahl scho droffa.

Weil Bürgermoischtr Nummer drei,
au nomma dau ond mit drbei,
hand mir en Freind vrlora.
Werner Härings Art ond Weasa,
werad viele it vrgeassa,
näh dra mit Herz ond Ohra.

Bald send scho rom fünfhondert Jauhr,
Baura legat Artikel vor,
gschrieba en d´Kramerzunft.
S´escht Moal auf d´ganza Welt,
füar freie Menscha Regla ´gschtellt,
Grundlag – Glauba ond Vrnunft.

Au heit isch des topaktuell,
wo manchr Orts a wiaschtr Gsell,
Freihoit dabbat wiea a Katz.
Erfolg beim Beschpiela brächte,
´Memminga ond Menscharechte´,
des isch a Pfond ond au a Schatz.

St. Martin schtoaht em nuia Glanz,
drei Jauhr lang gschaffat mit viel Schlanz,
gwerklat hand diea Handwerksleit.
So ka des schtolze Gotteshaus,
füar alle diea gant ei ond aus,
Hoimat bleiba durch diea Zeit.

D´Fraug bei Großinveschtitiona,
duat es sich am End au lohna,
ond wer schieabt d´Reibach ei?
Chanca, Zualauf, Exischtenza,
was halt mr aus – wo send Grenza,
wo wend mir zukünftig sei?

Gott Lob geit´s bei ons omanand,
en häbig schena Baumbeschtand,
a Fescht füar Aug ond Lunga.
Doch manchem dem a Baum em Weag,
woidle kickt a sei Kettasäg,
drom send diea Regla glunga.

Kufacracks ond Puckschtratega,
ECDC schpielt vrweaga,
zieagt en d´Obrliga ei.
Es feirat Weibr, Ma ond Kend,
wenn d´Indians auf Kriegspfad send,
Eishockeyschtadt wemr sei.

Danny moint – do muaß i lacha,
kennt ja nomoal Kenig macha,
des land ihr doch gwieß it zua.
Dond mit Herz ond Hira fischa,
auf em Thro wend mir en Frischa,
oimoal Kenig des isch gnua.


Höh! Höh! Höh!