Fischerspruch

Fischerspruch 2018

von Oberfischer Jürgen Kolb

Jetzt horchat alle zua ihr Leit,
ond guggat was mir zoigat heit.
Mir hoißat´s onsr Hoimatfescht,
ih griaß ui Fischr ond ui Gäscht.

Zom feira braucht ma it viel Sach,
en haufa Fischr, Bära, Bach.
Dau denn Forella gwachsa sche,
a Heaz, a Hira s´braucht it me.

So brengt eisr Dag viel Nutza,
it bloß dass ma d´Bach ka butza.
D´Fischrdag brengt viel Gewinn,
für Hoimat, Brauchtum, Bürgrsinn.

Ganz vona det eisr OBe,
mit seine Schtadträt ´Griaß au sche´.
Heit schtandat alle auf d´Bruck,
ganz gleich vo welam Rauthausclub.

Es wissat alle was se hand,
aus tiefer Freundschaft knüpft a Band.
Oinr alloi der kennt it sei,
d´Schtadt ond d´Fischrdagsvrei.

Hochoffiziell heit auf meim Fass,
oimoal im Jauhr hau ih den Schpaß.
Ond bei zwoi guate Schlückla Wei,
dau fallt mir manches wiedr ei.

Des goischtlich Schpiel vom Jedrma,
haut füar eis alle viel zom sa.
Auf de St.Martins-Kirchabänk,
war jedr Obend a Geschenk.

Gschpielt hand se bloß vor vollem Haus,
d´Zuaguckr send beeindruckt naus.
Was Laiaschpieler hand kreiert,
bloß oinr haut it alls kapiert.

Leit wo schwedisch Möbl handlat,
wolldat sei mit eis vrbandlat.
Ond groß ond häbig schteiga ei,
dussa beim Rindrpuffvrei.

Doch juscht wo fascht alls nagricht wär,
kommat diea högschte Chef drher.
Däbat nomoal nochseniera,
ob es lohnt des Inveschtiera.

Vrschtand wer will wiea Schweda denkt,
erscht hand se sich brutal neighängt,
jetzt däb´s daura s´Brettlabohra.
Diea hand sogar gegs eis vrlora.

Es woiß Jedr der erscht gschwomma,
eisre Bädr send vrkomma.
Doch bald will´s d´Raut apacka,
diea alt Nuß füar alle knacka.

Welcher Pla brengt greschta Nutza,
diea Alte richta ond frisch butza.
Odr oi Nuis, groß, sauber, sche,
moischtens klärt sich des beim Budget.

Hölzerne Bänk aus oim mords Baum,
send so sche gwachsa wiea a Traum.
Diea schtammat it aus Übersee,
sondern vom oigna Wald juchee.

Sehat all was ma ka macha,
aus regionale, oigne Sacha.
Es muass doch it a jedes Drom,
oimoal om d´ganz Globus rom.

Dond doch au moal probehocka,
uir Fiedla weard frohlocka.
Des isch a Freid ond macht mih Schtolz,
wenn ebbes isch aus schenem Holz.

Vo jeher send mir Freiheitsgoischtr,
jetzt kommt no Vrmarktungsmoischtr.
Hängat´s an diea große Glocka,
dond drmit viel Fremde locka.

Diea dann fallat ins Schtädtle ei,
ond schtaunat wiea´s bei ons isch fei.
Neababei - it unbeachdat,
eassat, kaufat, übrnachdat.

Au wenn´s manche fallt furchtbar schwer,
muass manchmoal ebbas Nuis drher.
Sogar beim Traditionsvrei,
führt dau desmoal koi Weag vorbei.

Oinzig Atrieb füar d´Wandl,
Grundsatz füar a jedn Handl,
dass Fischrdag mit Schtadt ond Bach,
allzeit muass bleiba onsr Sach.

Acht Däg vor onserm Hoimatfescht,
treffat sich all Jauhr hohe Gäscht.
Zom Kenigstreffa kommat zam,
scho fünfazwanzig Jauhr jetzt lang.

Edi Güttler haut´s erfunda,
Kenig feirat viele Schtunda,
huir meh bei Kultur ond Wei.
Wenn Kenig wearsch bisch du drbei.

Zwoi diea gschdanda send dau hoba,
mecht ond muass ih heit no loba.
Weil ihr Wirka ghet viel Gewicht,
ond onserm Fescht haut gea a Gsicht.

F.W. Hermann, Hermann Pfeifer,
gschaffat etle Jauhr mit Eifer,
füar Memminga ond Fischrdag.
Boid hättat huir Ehradag.

Auf jetzt lupfat uire Bära,
guggat nauf ond land se hera,
onsern Dank - ih komm zom Schluss,
neigjuggt weard beim Böllerschuss.


Höh! Höh! Höh!