Fischerspruch

Fischerspruch 2014

von Oberfischer Jürgen Kolb

Auf meine Fischr s´isch so weit,
mir liegat prima en dr Zeit,
jetzt dond meine Schprichla losa,
vor´s füar all geit nasse Hosa.

Ganz bsondrs groß send onsre Fisch,
diea no em Bach - bald auf em Disch,
s´ganz Jauhr gsorgt haut sich it wenig,
Dieter onsr Fischrkenig.

Mei Fischrdag wiea bisch du schea,
s´duat auf dr ganza Welt nix gea,
was an onsr Fescht ka schmecka,
wer´s it ma soll - halt futt bleiba.

Alle Andre send willkomma,
diea da Weag zo eis hand gnomma,
was juckt´s ob sich fuchzeah grausat,
wenn a Freid hand zig zeahdausend.

Seit mir ons es letschtmoal droffa,
isch viel Zuig dr Bach nagloffa,
mir hand blärad, miaßa lacha,
s´haut gea Guats ond wiaschte Sacha.

Heit onsr Dank zwoi Herra gilt,
diea gschdanda auf em Ehraschild,
zom Hoimatschtädtle ghalta trei,
ond au zom Fischrdagsverei.

A feinr Goischt en Wort ond Schrift,
a Gschichtsbuach auf zwoi Fiaß des drifft,
Exvorschtand, Hoimatpfleagr, Raut,
dr Uli Braun alls kenna haut.

Großer Schauschpieler muaß ma sa,
Rolf vo Chronischt bis Jedrma,
Reschpekt, Applaus des war sei Lohn,
ghockt zwoimoal auf em Birkathron.



Im schtädtscha Raut dr OBe fend,
seit Mäz en Haufa nuie Grend,
manchmoal macht au en Wechsel Sinn,
glei siebzeah hoggat nomma denn.

Oin Schtuahl em Raut haut´s gar glitta,
denkt i loss mi it lang bitta,
ond in Magischtrat vrsetza,
wundr mi was diea dond schwätza.

Diea Sitzunga diea send it schleacht,
i glaub diea moischte moinat´s reacht,
aschtändig gaut ma mitnand om,
ganz selta duat moal oinr domm.

Dr Fischrbronna weard bei Nacht,
jetzt agleichdat des isch a Pracht,
was lange währt isch endle guat,
it glei vrliera derfsch da Muat.

Geduld weard fichtig schtrapaziert,
bis d´Fuzo isch komplett saniert,
Gschäftr heilat, dass Kondschaft fehlt,
mit Dreck ond Krach weard Menschhoit quält.

Bald send ausgschdanda diea Laschtr,
überall vrlegt s´nui Pflaschtr,
diea Schtoi aus China send schtabil,
ond wenn gnua dau, dann goht au viel.

A Bronna ziert dr Weimarkt jetzt,
noch vier Jauhr hot man endlich gsetzt,
vom Schtiftr meh wiea halba gschenkt,
doch jetzt manchr sei Gosch vrrenkt.

So Leit – wiea schtellt ma Freihoit dar?
Schmal, luftig, hoch ond wertvoll – klar,
empfendlich, dass futt nemmt dr Wend,
mit bloß em kuza Wisch ganz gschwend.

Manchmoal erschließt sich it sofort,
was enna denn bevor ma bohrt,
ond wenn´s oim halt partout it gfallt,
dann nimmsch dr au diea Freihoit halt.




In Rio dond beim Zuckrhuat,
send eisre Kicker gwea sauguat,
jeden butzt ond gholt mit Ehra,
Weltpokal ond vierta Schtera.

Im Finalschpiel kurz vor em Schluss,
trifft Mario Götze mit seim Schuss,
der Mädlaschwarm ond Fuaßballheld,
in Memminga komma auf d´Welt.

Ond noch der ganza Euphorie,
war s´Schtadion so voll wiea nie,
zom Traumschpiel dr FC-Bayern,
-Schtars hand Urlaub– kommt zom feiern.

Mei lieabr Kenig, bald drittsch ab,
diea Zeit mit deim Volk isch halt knapp,
gug se a – drauf jede Wette,
diea wend alle bloß dei Kette.

Bis achte isch a viertl Schtond,
des roicht an Bach ond bleibat gsond,
be gschpannt wiea a Reagadächle,
wer von ui macht heit sei Sächle.

Höh! Höh! Höh!